Der besondere Familienbaum

Eine gerne gestellte Frage im Rahmen unserer Waldführungen und Baumauswahlen ist: Was macht einen Baum besonders?


Die Antwort ist einfach.

Jeder Baum ist auf seine Art besonders. Dies gilt auch für den sogenannten Stockausschlag. Wird ein Baum abgeschlagen bzw. abgesägt, bleibt der Baumstumpf und das Wurzelwerk erhalten. Die im Boden verbliebenen Wurzelstöcke können sich dann wieder erholen und regenerieren. Im Laufe der Zeit entsteht dadurch ein Baum mit mehreren, vergleichsweise dünnen Stämmen, die bis zu 10 Metern hoch werden können. Besonders geeignet für einen solchen Stockausschlag sind Eichen, Hainbuchen, Linden, Birken, Ahorn, Esche, Erle sowie die Weide und die Hasel.

Natürlich ist auch ein solcher Baum auf seine Art etwas Besonderes und kann in gewissem Maße auch als Familienbaum im Klosterwald genutzt werden. Bei der Familie C. war dies vor einiger Zeit der Fall. „Bei der informativen Waldführung mit Herrn Baudach vom Klosterwald, wurden wir an einen Platz geführt, an dem wir uns quasi für eine Baumkombination entschieden haben. Eine Buche, der ein besonderer Stockausschlag gegenübersteht und dessen Ausformung uns sehr berührte. Für uns symbolisieren die frischen Zweige aus dem Totholz, dass das Ende nicht das Ende ist.“


Die Vielfältigkeit der Klosterwälder bezieht sich also nicht nur auf den Glauben und Herkunft. Die Wertschätzung eines jeden Menschen mit seiner individuellen Lebensgeschichte gehört genauso dazu wie der Wunsch nach dem besonderen Familienbaum.




379 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen