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Drei Fragen an Forstmeister DI Christian Berner

Diplomingenieur Christian Berner ist Forstmeister des Erzbistums Wien. Er leitet das Erzbischöfliche Forstamt, zu dem auch der erste Klosterwald in Kirchberg am Wechsel gehört, und ist einer von drei Geschäftsführern der Klosterwald Verwaltungs GmbH.




Das Foto zeigt Herrn Berner bei einem TV- Interview im Rahmen der Eröffnung des Waldfriedhofs im Oktober 2019.


In unserer neuen Rubrik „Drei Fragen an“ berichtet uns Herr Berner über die Besonderheiten des Klosterwaldes in Kirchberg am Wechsel, die Bedeutung des Klimawandels für das Waldmanagement und seine schönsten Erfahrungen mit dem Klosterwald.


Herr Berner, was macht den Klosterwald Kirchberg am Wechsel aus Ihrer Sicht so besonders?

Es ist der erste Klosterwald im ländlichen Raum in einer wunderschönen Mittelgebirgslandschaft mit einem großartigen Panoramablick. Das Areal ist leicht über eine asphaltierte Straße erreichbar. Vom Parkplatz aus kann der Waldfriedhof über einen Rundweg gut begangen werden. Das Waldbild ist durch einen für die Region typischen submontanen Fichten-Tannen-Buchen-Wald geprägt.


Wie schätzen Sie den Einfluss des Klimawandels auf den Baumbestand im Klosterwald Kirchberg am Wechsel ein und was tun Sie, um den Baumbestand zu schützen?

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Es bedarf von der Menschheit größte Anstrengungen, um ein plus 2°C Ziel eingrenzen zu können. Für die im Klosterwald vorkommenden Baumarten bedeutet dies einen mehr oder weniger langsamen Wechsel. Vor allem die Fichte wird weniger Anteile haben.

Wir fördern die natürliche Verjüngung des Baumbestands und sehen bereits, dass sich wärmeliebende Baumarten wie Linde, Walnuss, Eiche und Edelkastanie, die uns der Eichelhäher bringt, mehr und mehr zeigen.

In der Forstbewirtschaftung wollen wir den Baumartenwechsel behutsam vollziehen. Die Auswahl der Bäume erfolgt auf besonders vitale und stabile Exemplare, da diese den Witterungseinflüssen besser Stand halten können. Vital und stabil bedeutet, dass die Kronen lang und breit sein müssen. Um das zu ermöglichen, ist auf genügend Abstand zwischen den Bäumen zu achten.


Was war Ihre schönste Erfahrung seitdem der Klosterwald eröffnet wurde?

Die schönsten Erfahrungen sind die Besucher, die nicht nur über ihre letzte Ruhestätte nachdenken, sondern vor allem ihre Freude an der Schöpfung Gottes, der Natur, mitbringen und viel über den Wald wissen wollen. Viele Klosterwaldkunden fördern ihre Fitness im Wald, weil sie mehrmals im Jahr „ihren Baum“ im Rahmen eines Spazierganges besuchen.

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