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Der Klosterwald Kaiserwald im Südwesten von Graz entsteht in einem ruhigen Waldgebiet hinter der Pfarrkirche Tobelbad, zwischen den Gemeinden Premstätten und Haselsdorf-Tobelbad. Über einen kurzen Fußweg gelangen Besucherinnen und Besucher direkt zum Andachtsplatz, der an der Weggabelung von Sand- und Waldweg liegt.
Die vorgesehene Waldfläche befindet sich in Verwaltung der Diözese Graz-Seckau und wird von der Klosterwald GmbH als Bestattungswald betrieben. Wie bei allen Klosterwald Standorten steht auch hier ein Grundgedanke im Mittelpunkt: Der Wald soll Wald bleiben. Deshalb wird das Areal behutsam für seine neue Aufgabe vorbereitet und gleichzeitig in seinem natürlichen Charakter bewahrt – als Lebensraum, Naherholungsgebiet und Ort des Erinnerns.
Der Klosterwald Kaiserwald entsteht in enger Abstimmung mit den Gemeinden Premstätten und Haselsdorf-Tobelbad. Ziel ist es, eine naturnahe Bestattungsmöglichkeit zu schaffen, die sich behutsam in den bestehenden Waldraum einfügt und diesen langfristig bewahrt.
„Der Klosterwald ist ein Projekt, das Menschen zusammenführt. Hier entsteht eine Möglichkeit, Abschied in einer natürlichen Umgebung zu gestalten und gleichzeitig einen wertvollen Waldraum für kommende Generationen zu erhalten“, betont Vizebürgermeisterin Ingrid Baumhackl.
Auch Pfarrer Claudiu Budău, Leiter des Seelsorgeraums Kaiserwald, sieht darin eine besondere Bereicherung für die Region: „Der Wald ist ein Ort der Ruhe, der Besinnung und des Lebens. Zwischen den Wurzeln der Bäume findet die Seele oft ihren Halt. Dass Menschen hier künftig Abschied nehmen und ihrer Verstorbenen gedenken können, macht den Kaiserwald zu einem besonderen Erfahrungsraum.“
Das Konzept von Klosterwald entspricht dem Zeitgeist und bietet eine nachhaltige, pflegeleichte und kostengünstige Alternative zur traditionellen Erdbestattung. In der natürlichen Umgebung des Waldes finden Hinterbliebene Raum für Trost, Ruhe und persönliche Erinnerung. Der neue Bestattungswald bei Graz steht allen Menschen offen – unabhängig von Weltanschauung oder Herkunft. Schon zu Lebzeiten kann man sich hier seine letzte Ruhestätte aussuchen – ein gutes Gefühl, alles geregelt zu haben und dadurch die Hinterbliebenen zu entlasten. Die Pflege gestaltet sich mühelos, da sich der beste Gärtner – die Natur – um die Grabpflege kümmert. Rund fünf Hektar Waldfläche wird als Bestattungswald Kaiserwald vorbereitet.
„Wir setzen notwendige Eingriffe nur dort, wo sie für die Nutzung oder Sicherheit erforderlich sind. Ansonsten bleibt der Wald ungestört und kann sich in seiner natürlichen Dynamik entwickeln“, erklärt Wolfgang Böheim, Fachbereichsleiter für Forst in der Diözese Graz-Seckau.
Andachtsplatz: Ein zentraler Ort für Abschied und Gedenken mit einem Holzkreuz, einem Urnenabstellplatz und Sitzbänken, dezent in die Umgebung eingebettet.
Parkplätze: Klosterwald Kundinnen und Kunden und ihre Angehörigen können den bestehenden Parkplatz bei der Pfarrkirche Tobelbad mitbenutzen.
Hauptwege: Sind geschottert, um einen sicheren und möglichst barrierearmen Zugang zu ermöglichen.
Informationstafel: Bietet einen allgemeinen Überblick über den Klosterwald Kaiserwald und zeigt eine detaillierte Karte aller Baumgrabstellen.
Baumgrabarten: Für eine eindeutige Zuweisung werden alle Bäume von einem Forstingenieur geprüft, die GPS-Daten erfasst und mit einer fortlaufenden Nummer versehen.
Die Vorbereitungen werden im Frühherbst umgesetzt. Erste persönliche Beratungstermine und kostenlose Waldführungen sind ab Ende Oktober geplant. Ab diesem Herbst steht der neue Bestattungswald bei Graz für Vorsorge, Beisetzungen und Besuche offen.
Interessierte können sich bereits jetzt unverbindlich vormerken lassen und werden über die ersten Waldführungen sowie Beratungstermine informiert.
Die feierliche Eröffnung findet am 11. Oktober statt.
Der Klosterwald Kaiserwald bleibt frei zugänglich und kann weiterhin für Spaziergänge, Erholung und Naturerlebnisse genutzt werden. Zäune oder störende bauliche Anlagen sind nicht vorgesehen, dezente Schilder weisen lediglich auf die Baumgrabstellen hin.
Im Umfeld des Klosterwald Kaiserwald ergänzt der Themenweg Kaiserwaldkraft das Areal mit vier Lebensplätzen, die die Jahreszeiten und den Kreislauf des Lebens symbolisieren. Die Stationen laden dazu ein, den Wald bewusst zu erleben und innezuhalten. Der Lebensplatz „Winter“ schließt direkt an den Andachtsplatz an.
Das Projekt entsteht in Kooperation zwischen dem Seelsorgeraum Kaiserwald, „Wald & Kirche“ und der HLW Deutschlandsberg und versteht sich als langfristiger Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur inmitten der Natur.
„Der Kaiserwald soll auch in Zukunft ein Wald für alle bleiben. Die Möglichkeit des Gedenkens fügt sich behutsam in die bestehende Landschaft ein und verleiht dem Wald einen neuen, tiefen Sinn”, erklärt Alexander Burtscher, Geschäftsführer bei Klosterwald.
Die Anreise ist von mehreren Routen aus möglich. Vom Grazer Stadtzentrum führen die Kärntnerstraße und weiter die Packstraße direkt in Richtung Tobelbad. An der ampelgeregelten Kreuzung direkt unterhalb der Kirche biegen Sie links in die steile Zufahrt ein.
Alternativ erreichen Sie den Klosterwald Kaiserwald über die A2 (Ausfahrt Lieboch). Danach folgen Sie etwa 2,5 km dem Straßenverlauf den Bundesstraßen B76 und B70. Im Ortszentrum von Tobelbad biegen Sie an der ampelgeregelten Kreuzung vor der Pfarrkirche rechts ab und fahren über die steile Zufahrt seitlich der Kirche zum Parkplatz.
Der Bahnhof Premstätten-Tobelbad (Haltestelle für Regionalzüge und Busse) liegt etwa 2 km entfernt. Gegenüber dem Bahnhof zwischen dem Parkplatz und dem gelben Haus beginnt der flach begehbare „Sandweg“, der durch den Wald direkt zum Andachtsplatz Klosterwald Kaiserwald führt (ca. 2 km).
Mehrere Buslinien wie zum Beispiel 711, 720, 760 und 761 halten direkt vor der Pfarrkirche Tobelbad an der Haltestelle „Tobelbad Rehab-Zentrum“. Gehen Sie weiter zum Kirchenparkplatz. Seitlich hinter der Kirche führt ein gut ausgebauter geschotterter Weg direkt in den Bestattungswald Kaiserwald.
Klosterwald Kaiserwald bei Graz
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