Wenn die Wildkirschen den Klosterwald zum Leuchten bringen
2026-04-16 • 3 Minuten
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2026-04-16 • 3 Minuten
Es gibt diese Tage im Frühling, an denen man den Klosterwald schon von weitem erkennt. Noch bevor man die Wege betritt, leuchtet zwischen den dunkleren Baumkronen ein helles Weiß. Es sind die Wildkirschen, die jetzt in voller Blüte stehen. Ihre Blütenpracht strahlt zwischen den Bäumen hervor und ist selbst aus der Ferne nicht zu übersehen.
Wer im April durch den Wald geht, merkt schnell: Die Wildkirschen verändern die gesamte Atmosphäre des Ortes. Zwischen den Brauntönen und den noch jungen Blättern vieler Bäume, setzen ihre zarten weißen Blüten helle Akzente und der Wald bekommt ein ganz besonderes Ansehen. Manche Besucher nennen den Klosterwald sogar den womöglich schönsten Friedhof Wiens – und wenn die Wildkirschen blühen, versteht man sofort warum.
Die Wildkirsche, botanisch Prunus avium, gehört zu den ältesten heimischen Baumarten Mitteleuropas. Sie kann bis zu 25 Meter hoch werden und ist bekannt für ihre frühe Blüte im Jahr. Noch bevor viele andere Bäume ihre Blätter vollständig entfalten, zeigen sich ihre weißen Blüten. Sie sind nicht nur ein besonderer Anblick für uns Menschen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten im Frühling. Im Sommer entwickeln sich daraus die kleinen, dunkelroten Kirschen – die ursprüngliche Form vieler heutiger Süßkirschen. Auch für Vögel sind sie ein wertvoller Bestandteil des Waldes.
Doch im Klosterwald erzählen die Bäume nicht nur biologische Geschichten. Sie erzählen auch menschliche. Eine davon bewegt uns als Mitarbeiter immer wieder besonders. Eine Familie kam zu uns, um für ihren Sohn eine letzte Ruhestätte auszusuchen. Der junge Mann war zu Lebzeiten ein starker Allergiker. Vieles, was für andere selbstverständlich war, konnte er nicht genießen. Eines jedoch schon: Kirschen. Diese Erinnerung begleitete seine Familie bei der Suche nach einem passenden Platz. Als sie die blühenden Wildkirschen im Klosterwald sahen, wussten sie, dass sie den richtigen Ort gefunden hatten. Heute ruht ihr Sohn unter einer dieser Wildkirschen.
Wenn wir im Frühling durch den Wald gehen und die weißen Blüten sehen, denken wir an solche Geschichten. Jeder Baum steht nicht nur für die Natur – sondern auch für Erinnerungen, für Menschen und für Momente des Lebens. Für uns als Mitarbeiter des Klosterwaldes sind diese Begegnungen sehr berührend. Wir erleben Menschen in einem Moment großer Trauer. Sie kommen mit einer schweren Last auf den Schultern in den Wald. Und doch geschieht hier oft etwas Besonderes. Viele Angehörige gehen nach ihrem Besuch ruhiger wieder hinaus. Oft sogar mit einem Lächeln. Vielleicht, weil sie spüren, dass dieser Ort nicht nur Abschied bedeutet – sondern Frieden schenkt und Zuversicht gibt.
Wenn die Wildkirschen blühen, wird genau das besonders sichtbar. Der Wald zeigt, dass selbst in Zeiten des Abschieds Schönheit entstehen kann.
Wie funktioniert die Baumauswahl? Was geschieht vor, während und nach einer Beisetzung im Wald? Was kostet eine Ruhestätte im KLOSTERWALD? Zu diesen und vielen weiteren Fragen bekommt man während der kostenlosen und unverbindlichen Waldführungen Antworten. Abhängig vom Wetter dauert diese ca 45 Minuten bis eineinhalb Stunden.
KLOSTERWALD bietet mit seinen Wäldern die Chance, eine Vorsorge zu treffen, die über das Leben hinaus blüht und wächst. Ein wichtiger Aspekt dieser Vorbereitung besteht darin, diese Frage zu beantworten: Wo möchte ich meine letzte Ruhestätte finden? Immer mehr Menschen entscheiden sich bei dieser Suche für eine Bestattung in der Natur - unter einem Baum, der das Symbol des Lebens verkörpert.
Auch an einem Ort der Ruhe kann sich Einiges tun. Rund um die Klosterwälder gibt es immer wieder spannende Neuigkeiten und allerhand Wissenswertes.
Im Klosterwald übernimmt die Natur selbst die Pflege des Grabschmucks. Hier schmückt der Wald die Ruhestätten auf ganz natürliche Weise.
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Der Klosterwald ist ein ganzjährig geöffneter Ort der Ruhe und Naturbestattung. Hier verbinden sich Waldbestattung, Erinnern und Innehalten inmitten naturbelassenen Waldes. 365 Tage im Jahr geöffnet – auch mit Hund möglich.
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Der Sternenkinderbaum ist ein junger Baum, der wächst – so wie die Erinnerung. Ein besonderer Ort für Familien, die ihr Kind zu früh verloren haben.
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Wir sind Mo-Fr von 8 bis 16.30 Uhr für Sie erreichbar.