Glatteis im Klosterwald – Wenn Frost Naturkunst schafft
2026-01-13 • 3 Minuten
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2026-01-13 • 3 Minuten
Wenn Frost in den Wald einzieht, verändert sich seine Wirkung grundlegend. Wege werden härter, Geräusche leiser und Bewegungen vorsichtiger. Glatteis im Wald stellt für Spaziergänger eine Gefahr dar – und doch zeigt sich die Natur in dieser Zeit von einer besonders eindrucksvollen Seite.
Blätter sind von einer feinen Eisschicht überzogen, Hagebutten wirken wie eingefroren in der Zeit, Baumnadeln glitzern im Licht und selbst zarte Blüten bleiben für einen Moment erhalten. Diese Details fallen oft nur dann auf, wenn man langsamer geht und genauer hinsieht. Der Winter verwandelt den Wald nicht laut, sondern still.
Wer den Wald bei Frost betritt, sollte sich bewusst machen, dass sich Bodenverhältnisse rasch ändern können. Glatte Stellen sind nicht immer sofort erkennbar, besonders dort, wo Laub, Wurzeln oder Holzstege den Untergrund verdecken. Festes, rutschhemmendes Schuhwerk ist deshalb unerlässlich. Schuhe mit Profil geben Halt und helfen, auch auf vereisten Passagen die Kontrolle zu behalten.
Gehen Sie langsamer als gewohnt und setzen Sie die Schritte bewusst. Kurze, gleichmäßige Bewegungen verringern das Risiko des Ausrutschens. Es empfiehlt sich, auf den Hauptwegen zu bleiben und Abkürzungen oder steile Abschnitte zu meiden. Auch Wanderstöcke können zusätzlichen Halt geben und dabei helfen, das Gleichgewicht zu sichern.
Achten Sie außerdem auf Ihre Umgebung. Bei Frost können Äste unter der Last von Eis abbrechen, besonders nach Wetterumschwüngen. Halten Sie Abstand zu Bäumen mit sichtbaren Eisablagerungen und vermeiden Sie längere Aufenthalte unter stark vereisten Kronen.
Für die Tiere des Waldes ist gefrorener Boden eine besondere Herausforderung. Nahrungssuche wird erschwert, da Pflanzen, Samen und Insekten unter der harten Oberfläche verborgen sind. Viele Tiere müssen mehr Energie aufwenden, um ausreichend Nahrung zu finden, während ihr Bewegungsradius gleichzeitig eingeschränkt ist.
Auch das Gehen auf Eis ist für Wildtiere nicht ungefährlich. Rehe, Füchse und andere Waldbewohner bewegen sich vorsichtiger und meiden unnötige Wege. In dieser Zeit ist Ruhe besonders wichtig. Bleiben Sie auf den Wegen, führen Sie Hunde an der Leine und vermeiden Sie unnötigen Lärm, um den Tieren zusätzlichen Stress zu ersparen.
Der Winterwald ist kein Ort der Leere, sondern ein sensibler Lebensraum im Energiesparmodus. Wer ihn betritt, sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein.
Ein Spaziergang durch den vereisten Wald kann eine besondere Erfahrung sein. Die Stille, die klaren Konturen und die feinen Eisstrukturen laden dazu ein, den Blick zu schärfen und den Moment wahrzunehmen. Mit Umsicht, Rücksicht und der richtigen Vorbereitung lässt sich diese Jahreszeit sicher genießen.
Auch an einem Ort der Ruhe kann sich Einiges tun. Rund um die Klosterwälder gibt es immer wieder spannende Neuigkeiten und allerhand Wissenswertes.
Winterpause im Klosterwald am Kahlenberg.
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