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Klosterwald Kirchberg: Rasche Waldpflege bei Borkenkäfer

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Katharina Leb

2026-09-024 Minuten

Die wichtigste Information vorweg: Kein Bestattungsbaum ist betroffen

Der Bestattungswald Klosterwald ist ein lebendiger Naturraum. Genau diese Verbundenheit mit dem Kreislauf des Lebens schätzen viele Menschen, die sich für eine Ruhestätte unter den Kronen der Bäume entscheiden. Als Klosterwald tragen wir gemeinsam mit dem zuständigen Erzbischöflichen Forstamt Kirchberg am Wechsel die Verantwortung, diesen besonderen Lebensraum zu pflegen, gesund zu erhalten und für kommende Generationen zu bewahren.

Bei einem der regelmäßigen Kontrollgänge im Klosterwald Kirchberg am Wechsel entdeckte der zuständige Förster einen beginnenden Borkenkäferbefall an einzelnen Bäumen und verständigte umgehend unser Team. Durch die enge und eingespielte forstfachliche Zusammenarbeit konnte rasch gehandelt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den gesunden Wald zu schützen.

Bereits am Tag nach der Entdeckung fand eine gemeinsame Begutachtung vor Ort statt. Dabei wurde insbesondere geprüft, ob Baumgräber oder bereits verpachtete Vorsorgeplätze im jeweiligen Areal beschädigt oder gefährdet sind.

Die gute Nachricht: Kein einziger als Ruhestätte gewählter Baum oder Vorsorgeplatz war vom Befall betroffen.

Die bereits verpachteten Baumgräber und Vorsorgebäume wurden mit gut sichtbaren Bändern markiert. So konnten die Waldarbeiter bei der Durchführung der Forstarbeiten besonders darauf achten, diese nicht zu beschädigen und die Fallrichtung der zu entnehmenden Bäume entsprechend zu berücksichtigen.

Anschließend erfolgte die Entnahme der befallenen Bäume. Dabei kamen geeignete Gerätschaften zum Einsatz, ergänzt durch sorgfältige Handarbeit, um den Waldboden und die umliegenden gesunden Bäume bestmöglich zu schonen.

Von der ersten Sichtung bis zur Entfernung der betroffenen Bäume vergingen lediglich drei Arbeitstage.
 

Das Wichtigste auf einen Blick

🌲 Bestattungsbäume sicher: Kein einziger Grab- oder Vorsorgebaum ist vom Befall betroffen oder beschädigt worden.

🛡️ Rasches Handeln: Einzelne befallene Bäume wurden innerhalb von drei Arbeitstagen gezielt entnommen.

🛑 Kurzzeitige Sperre: Zum Schutz der Besucherinnen und Besucher bleibt der Klosterwald bis einschließlich 11. September 2026 gesperrt.

🌱 Blick nach vorn: Bereits im Herbst wird das Areal mit jungen, klimafitten Setzlingen zukunftsfähig nachgepflanzt.

Warum musste so rasch gehandelt werden?

Unter bestimmten Bedingungen können sich Borkenkäfer stark vermehren und dadurch weitere, insbesondere geschwächte Bäume befallen. Deshalb sind die frühzeitige Erkennung und die rasche Entnahme befallener Bäume wichtige forstliche Maßnahmen. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert und der gesunde Wald geschützt werden.

Wie kommt es zu einem Borkenkäferbefall?

Borkenkäfer sind ein natürlicher Bestandteil des Waldökosystems und besiedeln vor allem geschwächte Bäume. Langanhaltende Hitze und Trockenheit können Bäume belasten und ihre natürliche Abwehrfähigkeit vermindern.

Ein vitaler, ausreichend mit Wasser versorgter Baum kann eindringende Käfer unter anderem durch Harzfluss abwehren. Bei starkem Trockenstress kann diese Abwehr jedoch eingeschränkt sein.

Regelmäßige forstliche Kontrollen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unseres Schutzkonzepts. Sie ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Wie geht es dort nun weiter?

Durch die notwendige Entnahme der befallenen Bäume hat sich das optische Erscheinungsbild des Waldes an diesem Abschnitt verändert.

Gleichzeitig entsteht hier neuer Raum für die Entwicklung des Waldes: Im Herbst werden junge, klimafitte Baumsetzlinge gepflanzt. Darüber hinaus erhält die bereits vorhandene Naturverjüngung durch das zusätzliche Licht bessere Bedingungen, um kräftig weiterzuwachsen.

So wird aus der notwendigen forstlichen Maßnahme zugleich eine Chance für einen vielfältigen und zukunftsfähigen Wald.

Was passiert, falls ein Bestattungsbaum betroffen sein sollte?

Auch wenn im aktuellen Fall alle Baumgräber und Vorsorgeplätze unversehrt geblieben sind, möchten wir transparent darüber informieren, wie wir mit einem solchen Fall umgehen würden.

  • Bei einem Vorsorgebaum ohne bisherige Beisetzung: Sollte ein bereits reservierter Baum erkranken und aus forstlichen Gründen entnommen werden müssen, kann sich die Familie selbstverständlich kostenfrei einen neuen, gleichwertigen Baum im Klosterwald aussuchen.
  • Bei einem Baum mit bereits erfolgter Beisetzung: Sollte ein solcher Baum aus forstlichen Gründen entnommen werden müssen, wird in unmittelbarer Nähe ein neuer Baum gepflanzt. Der Ruheplatz bleibt damit am gewählten Ort erhalten.

Aktuelle Information für Besucherinnen und Besucher

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Klosterwald bis einschließlich 11. September gesperrt. Diese vorübergehende Sperre dient dazu, die erforderlichen Arbeiten und die anschließende Kontrolle sicher durchzuführen.

Haben Sie Fragen zur Waldpflege oder zu Ihrem Baum im Klosterwald Kirchberg am Wechsel? Unser Team steht Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

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